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Programm Frau&Herz

Der Mythos «Herz-Kreislauf-Krankheiten = Männersache» hält sich hart­näckig. Frauen sorgen sich eher um ihren Partner, Freund oder Bruder als um sich selber. Das bedeutendste Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten ist das Rauchen. Frauen unterschätzen jedoch generell die Gefahren des Tabakkonsums und die Erhöhung des kardiovaskulären Risikos durch Rauchen wird weitgehend nicht wahr­genommen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen auf Platz 1 der Todesursachen bei Schweizerinnen. 

Die Schweizerische Herzstiftung arbeitet seit langem an einer besseren Aufklärung von Frauen zu ihrer spezifischen Risikosituation und lancierte bereits 1998/99 und erneut 2012 Kampagnen unter dem Titel «Frau&Herz». Diese werden von 2014 – 2017 fortge­setzt und intensiviert. Die neue Kampagne setzt bei den kardio­vaskulären Risiken an mit besonderem Fokus auf die Tabak­prävention.

Die aktuelle Kampagne Frau&Herz Tabakprävention dauert von 2014-2017 und wird vom Tabakpräventionsfonds unterstützt.

Was soll erreicht werden?

  • Frauen sollen wissen, dass Rauchen das zentrale Risiko für jedes Herz ist.
  • Sie sind sich bewusster, dass Herz-Kreislauf-Krankheiten nicht nur Männer betreffen.
  • Sie kennen gesunde Verhaltensmuster wie Rauchabstinenz, regelmässige körperliche Aktivität, ausgewogene Ernährung, Vermeiden von Stress und entscheiden sich, diese in den Alltag zu integrieren
  • Frauen fühlen sich informierter über Gesundheit und Krankheitsrisiken
  • Sie kennen regionale Angebote zur Unterstützung des Rauchstopps

An welche Frauen richten wir uns?

Das Thema betrifft Frauen aller Altersgruppen. Unsere Kampagne richtet sich jedoch insbesondere an:

  • Frauen mittleren und höheren Alters (40+), insbesondere rauchende Frauen. Herzkrankheiten und Hirnschlag treten bei Frauen meist nach den Wechseljahren auf.
  • Frauen in Frauenvereinen und -verbänden, in Betrieben tätige Fachpersonen für die betriebliche Prävention und Gesundheitsförderung suchen wir als Multiplikatorinnen, welche die Botschaften in ihrem Umfeld verbreiten.
  • Frauen, die durch Informationskampagnen schwerer erreichbar sind, werden niederschwellig, aufsuchend und gezielt angesprochen.   

Massnahmen

Die Kampagne setzt mit verschiedenen Teilprojekten am Alltag von Frauen in der Schweiz an und holt sie dort ab, wo sie sich aufhalten:

Kioske: an Kiosken kaufen Frauen nicht nur Zeitschriften und Erfrischungen sondern auch Zigaretten. Der Kiosk ist daher ein idealer Ort, um Raucherinnen zu erreichen. 2014 und 2016 werden je 250‘000 Flyer in der ganzen Schweiz an Frauen über 40 verteilt.

HerzCheck® in Apotheken: Die Schweizerische Herzstiftung bietet in rund 400 zertifizierten Apotheken den HerzCheck® an. Dieser gibt Aufschluss über das persönliche Herz-Kreislauf-Risikoprofil und besteht aus:

- einer kurzen Befragung
- Messen von Blutdruck, Blutfetten, Blutzucker, Body Mass Index und   Bauchumfang
- einer persönlichen Beratung und Empfehlung entsprechend den
  Testresultaten

Vorträge: Mit den Vorträgen richten wir uns an Vertreterinnen von schweizerischen Frauenvereinen, Business-Clubs, Fachpersonen für betriebliche Gesundheitsförderung, Gewerkschaftsvertreterinnen und Frauen in Führungspositionen etc. Sie sollen mit den Vorträgen befähigt und motiviert werden, als Multiplikatorinnen in ihrem direkten (Arbeits-) Umfeld zu wirken und die Botschaften weiter zu verbreiten.

Workshops: Sie richten sich an schwerer erreichbare Frauen und erfolgen möglichst niederschwellig, aufsuchend und an ihre Lebensrealitäten und Verkehrssprachen angepasst. Neben den Landessprachen werden die Workshops auch in türkischer, serbischer und albanischer Sprache durchgeführt.

Wollen Sie mehr wissen?

In unserer Broschüre «Frau&Herz» erklären wir Ihnen, weshalb Frauenherzen „anders“ sind. Sie erfahren mehr über die wichtigsten Risikofaktoren und wie Sie einer Herz-Kreislauf-Erkrankung vorbeugen können. Broschüre Frau&Herz bestellen