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Ich achte auf mein psychisches Gleichgewicht

Männer werden vor allem von Erfolgsdruck gestresst, Frauen häufig von Sorgen um Familie und Partnerschaft. Wenn Einkommen und Arbeitssituation stimmen, muss die Doppelbelastung Beruf-Haushalt/Familie nicht unbedingt ein höheres Stressrisiko bedeuteten. Mindestens so stark belastet wie Menschen mit prestigereichen «Stressjobs» sind Angestellte, gelernte und ungelernte Arbeiterinnen und Arbeiter mit wenig persönlicher Entscheidungsfreiheit über ihre Arbeitsgestaltung bei gleichzeitig hohen Anforderungen, Angst um den Arbeitsplatz und finanziellen Problemen. Auch fehlende Unterstützung durch das Umfeld wie etwa die Geringschätzung ihrer (Haus)-Arbeit belastet Frauen stark.

Langfristig wirkt sich eine schwere Dauerbelastung über verschiedene Mechanismen auf Herz und Kreislauf auf, zum Beispiel mit dauernd erhöhtem Ruhepuls und erhöhtem Blutdruck. Zusätzlich rauchen viele Betroffene mehr, greifen vermehrt zu Medikamenten (z.B. Beruhigungstabletten), trinken mehr Alkohol oder entwickeln Essstörungen.

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Weniger Stress im Leben

Wann und wie erleben Sie Stress? Vielleicht nehmen Sie sich Zeit (auch wenn Sie keine zu haben glauben), um Ihre Lebenssituation zu analysieren. Auf welche Weise können Sie sich entspannen? Gibt es Entlastungsmöglichkeiten für die Kinderbetreuung oder am Arbeitsplatz? Brauchen Sie finanzielle Beratung? Macht Ihnen in Beruf oder Familie etwas schwer zu schaffen? Bitte bringen Sie Schwierigkeiten und Probleme zur Sprache. Wenden Sie sich allenfalls an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt oder an eine Beratungsstelle in Ihrer Gemeinde. Und versuchen Sie, sich als Ausgleich so oft wie möglich körperlich zu bewegen.